Mittwoch, 13. Dezember 2017

Klingeling!

Die Mandy, die hat'n neues Handy
und sieht auch ganz gut aus,
das gefällt auch dem Hans,
der hat 'nen dicken Schwimmreifen
und geht kaum aus'm Haus
lässt sich nun nicht mehr blicken
und mag auch nicht mehr fernsehn
mit Mandy oder Muttern,
aus Frust da geht er futtern,
MacDonalds oder 'tucky Fried Chicken,
ist eh besser als sinnlos zu saufen.
Im Lande da herrscht Not am Mann,
doch jeder tut nur, was er kann
und übt sich noch in Toleranz,
auch wenn man zuckt im Totentanz.

Kino

Ich war im Oktober zum vorläufig letzten Mal im Kino, als der neue Blade Runner 2049 lief. War leider eine ziemliche Enttäuschung für mich, wenn man das Original, also den klassischen Blade Runner mag und den auch noch im Hinterkopf hat. Die Fortsetzung war leider das Geld nicht wert. War mir auch etwas peinlich, weil ich zuvor Leute, die gerade zu Besuch waren, noch zu dem Film überredet hatte. Einzig die 3D-Effekte waren mal ganz nett anzuschauen. Aber 3D allein macht keinen Klassefilm, wenn der Plot zum Gähnen ist. Mittlerweile ist Kino auch so teuer, dass man sich das auch nicht unbedingt antun muss, wenn man jetzt kein eingefleischter Fan von irgendwas oder irgendwem ist oder nicht gerade mal ein Date hat - klar, da ist Kino auch oft das geringere Übel. Die meisten Filme sind mittelmäßig, da kann man auch noch warten und sich die irgendwann auf DVD oder dann im Free TV anschauen. Zumal ich mittlerweile am liebsten Serien auf DVD oder Netflix schaue. Gute Serien bieten einfach auch mehr Möglichkeiten und Raum, um Handlungen und Charaktere glaubwürdig zu entwickeln. Davor war ich bestimmt eine halbe Ewigkeit nicht im Kino, denn an meinen vorletzten Kinobesuch kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Der muss schon Jahre zurückliegen, damals gab's noch keine (modernen) 3D-Filme. Ach so, ja, wir hatten damals mal geschenkte Gutscheine vom vorjährigen Weihnachten, und irgendwie wollten wir da vor Ablauf der Gültigkeitsdauer - die sollten natürlich nicht verfallen - noch irgendeinen Film sehen. Nur hatte ich da auch mehrmals Anlauf genommen, aber entweder lief nichts Vernünftiges, oder es war an der Kasse so voll, dass ich schon vorab keinen Bock mehr hatte, mich da hineinzudrängeln.
Ich kann mich aber auch nicht mehr dran erinnern, was ich damals gesehen hab ... Weiß auch gar nicht, wann ich mal im Kino war und danach so in Bezug auf Erlebniseffekt und Qualität des Films so uneingeschränkt zufrieden war, hmm, als Kind vielleicht .... das Gefühl für die Wertigkeit eines Kinobesuchs wollte sich aber bei mir eigentlich bei mir seit den 90ern nicht einstellen. Für "Blade Runner 2049" hab ich wohl so um die 20 Euro bezahlt, inklusive 3D-Brille, die ich wahrscheinlich nie wieder brauche - oder vergessen werde, wenn ich sie brauche. Für einen mittelmäßigen Film, unbequeme Sitze, Bahnhofsflair, labriges Popcorn usw. Nö, lohnt nicht. Ich vermute, dass die herkömmliche öffentliche Kinokultur langfristig wohl eh verschwinden wird. Anlagetipp: Kinoaktien würde ich shorten.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Bares für Rares

Zufällig reingeschaltet: Mit Abstand eine der schwächsten Sendungen des ZDF ist „Bares für Rares“. Das gespielte Gefeilsche der sich klischeehaft gerierenden Freaks hinterm Händlertisch gilt gar als erfolgreichste Sendung im ZDF-Nachmittagsprogramm, was allein schon viel aussagt über den kläglichen Rest des Sendematerials. Habe selten so viele selbstzufrieden brabbelnde und zankende Unsympathen in einer Sendung gesehen. Keine Typen, die man gern sieht. Ich mag das gar nicht so lange anschauen, dass ich es ordentlich rezensieren könnte ... Die Kunden, die da ihre Raritäten offerieren, sind aber auch nicht besser. Wenn man den Anspruch hatte, die unsympathischsten Reptilien vor und hinter einem Händlertisch zu versammeln, ist die Mission gelungen. Aber irgendwie finde ich diese ganzen moderierten Trödelsendungen nur noch langweilig und erbärmlich; das klassische Kummerfernsehen eben. Na zum Glück kann ich jetzt Netflix schauen.

Dienstag, 22. August 2017

...

Hmm, guter Rat ist immer teuer. Schwierige Frage, die mir unser Nachbar gestern stellte. Nein, Selcuk (falls du das hier liest), ich denke nicht, dass man Sigmar Gabriel an die Türkei ausliefern sollte. Nicht sofort jedenfalls. Geht ja auch nicht. Man sollte da vielleicht erstmal noch abwarten. Der Mann macht ja nur seinen Job, einer muss es ja tun - und der hat schließlich auch seine Verdienste, war ja auch mal Juso-Vorsitzender usw. Das sollte man immer berücksichtigen. Auch unter gesundheitlichen, also humanitären Gesichtspunkten wär's nicht recht. Der hatte es ja nie leicht. Obwohl er dort drunten in der Türkei schon besser vor dem Pack geschützt werden könnte, besser als hier, wo seine Frau auf dem Anrufbeantworter ihrer Praxis angepöbelt wird, wie ich gestern las. Na ja, der dunkeldeutsche Pöbel sicherlich, da kann ja der Herr Gabriel ein Lied von singen. Da ist's natürlich schlimm, wenn man als Andersdenkender so angefeindet wird. Warum gibt man ihm nicht erst die Gelegenheit, sich ehrlich zu machen und seine Ansichten zu korrigieren? Und jeder kann sich bessern, bei uns hat es ja auch geklappt, also nein, nein, man muss der Frau Merkel vertrauen, die macht das schon alles richtig. Sie wird erstmal abwarten, bis da ein offzielles Auslieferungsersuchen von den zuständigen Behörden unserer türkischen Verbündeten gestellt wird ... und nach den Wahlen, da wird er ja in Pension sein, da kann sie ja mal weiterschauen.

Samstag, 19. August 2017

Soc Nets

Mit sozialen Netzwerken kann ich eigentlich nicht so viel anfangen. Ich war noch nie bei Twitter oder Facebook angemeldet; seit ca. zwei Monaten schau ich mich ab und zu mal in einem alternativen Netzwerk um. Muss aber gestehen, dass solche Netzwerke (wie auch Webforen) doch eine überwiegend passivierende Wirkung auf mich ausüben. So richtig weiß ich eben nichts damit anzustellen. Klar, man findet schon einen Kreis von ein paar Gleichgesinnten, aber man kann diesen Follower-Kreis wohl kaum mobilisieren, ich meine - kein Real Life. Es ist letztlich immer eine anonyme und unverbindliche Bespiegelung. Ein Kommen und Gehen, weil im Grunde auch niemand einer anderen Web-Persönlichkeit wirkliches Vertrauen entgegenbringen kann. Da wird nichts Weiterführendes aktiviert, da entwickelt sich nichts, alles verharrt auf der Ebene der oberflächlichen Kommentare am Bildschirm. Es wirkt irgendwie lethargisierend und schwächt daher, sofern man sich nicht auf die rein informative Funktion beschränkt. Man kann natürlich auch Links verbreiten und irgendwelche klugen, originellen oder polemisierenden Sprüche posten usw. Aber ändert das irgendwas? Was man da in die Timeline hineinschreibt, lesen ja ohnehin nur Gleichgesinnte bzw. Leute, die man nicht belehren oder überzeugen muss, weil sie eh in derselben virtuellen Echokammer sitzen. Verschwendet man da nicht nur massig Zeit und wird von anderen, vielleicht sinnvolleren Beschäftigungen abgehalten? Hmm ...

Sonntag, 25. Juni 2017

Nebelkrähe

Eine Nebelkrähe ist gelegentlich hier an unserer Wasserstelle zu sehen. Nebelkrähen sind intelligente Vögel. Unscheinbar, aber das machen sie durch ihre Intelligenz wett. Elstern gelten übrigens auch als sehr intelligent, vielleicht vertragen sich daher beide Arten nicht so gut in einem gemeinsamen Lebensraum, aber das ist ja ein anderes Thema. ;-)
Es wurde schon berichtet, dass Nebelkrähen gezielt Nüsse auf die Straße werfen würden, um sie von den Reifen der vorbeifahrenden Autos knacken zu lassen. Gut, hab ich jetzt ehrlich gesagt noch nicht persönlich gesehen. Kann es mir aber gut vorstellen. In Berlin habe ich selbst schon beobachtet, wie sich Nebelkrähen gezielt intransparente Lebensmittelverpackungen, Chipstüten und zugeklappte Pappschachteln von Fastfood-Ketten aus Papierkörben und Müllbeuteln herausziehen und die mit dem Schnabel öffnen, also geschickt aufdröseln, um an den Inhalt zu kommen, und nicht etwa sinnlos drauf rumhacken. Dabei schienen sie innerhalb der Gruppe zu kooperieren. Ja, scheinen schon clevere Vögel zu sein. Da sie so schlau sind, halten sie auch gebührenden Abstand zu den Menschen, sind ziemlich scheu in der Stadt. Heute sah ich aber eine direkt neben der Straße sitzen und den Verkehr beobachten, als ich vorbeifuhr. Tja, auf was die wohl gewartet hat? ...


Donnerstag, 22. Juni 2017

Eichelhäher

Okay, einen letzten hab ich noch: einen Eichelhäher. Sehr scheu und vorsichtig. Hübsch auch, in farblicher Hinsicht. Fällt bei heimischen Singvögeln auf: Gerade immer so farbenfroh, dass sie Geschlechtspartner finden, aber wiederum nicht übermäßig (papageienmäßig) bunt oder auffällig, um es Räubern und Feinden nicht zu leicht zu machen.

Dienstag, 20. Juni 2017

Die Vögel (Fortsetzung): Buntspecht

Heute zufälligerweise zwei Buntspechte vor meinem Fenster aufgenommen. Hübsche Vögel oder? Solch bunte Gesellen hatte ich zuvor noch nie hier gesehen. Die haben sich da an den Resten dieser Meisenknödel zu schaffen gemacht, die irgendjemand mal vor dem Winter aufgehängt hatte. Hier gibt's aber kaum noch Meisen, glaub ich, daher hat den ganzen Winter über kein Vogel die Knödel angerührt. Jetzt haben sich die Spechte drüber hergemacht. Na die werden dieses Jahr noch fleißig klopfen.