Mittwoch, 14. Februar 2018

Serientipp: "Dark" (Netflix)

Eine der besten deutschen TV-Serien, wie ich finde, vielleicht derzeit sogar die beste, ist die Netflix-Serie "Dark" - leider gibt's erst eine Staffel und wie erwähnt - wohl nur über Netflix abrufbar, da das ja auch eine Netflix-Eigenproduktion ist.

Bin auch nur zufällig auf diese Serie gestoßen, als ich mal im Netflix-Portal gestöbert habe. In letzter Zeit habe ich ja aus irgendeinem Grund eine unverständliche Abneigung gegen originär deutsche Filmproduktionen und Serien entwickelt.
Aber "Dark" ist als echte deutsche Serie wirklich Klasse, so wie man es mag, düstere Farben, kleinstädtischer Handlungsort, recht interessante, nicht gleich durchschaubare Charaktere, und es spielt in einem geschickt versponnenen Zeitreise-Setting. Man braucht da ein oder zwei Folgen, bis einen die Handlung packt, und die Filmmusik finde ich zu aufdringlich, aber sonst - alle Achtung! Gute Darsteller, gute Idee. Und das größte Plus: politik- und propagandafrei. Pure Unterhaltung. Wirklich, wirklich zu empfehlen mal zur Entspannung in diesen herausfordernden Zeiten ...

Samstag, 27. Januar 2018

15

Fundstück: Doomed (etwa: Wir sind dem Untergang geweiht.)
Ich bezweifele allerdings, ob dieses Symbolbild heutzutage einem typischen Käufer noch hilft. Man ist ja schließlich kein Einstein und hat üblicherweise auch nur zwei Hände zur Verfügung, so dass sich eine unbestimmte Menge von vielen Artikeln im Einkaufskorb nicht ohne Weiteres präzise einer genau definierten Zahl von (15) Fingern zuordnen lässt ... Hierzu müsste man ggf. eine (vollständig erhaltene) dritte Hand mitführen.

Samstag, 20. Januar 2018

Man ist, wie man schreibt ...

Finde es krass, dass so viele jüngere Leute Probleme mit der Zusammenschreibung deutscher Komposita haben, z. B. Flugplatzbau, Militärgerät, Teilnehmergebühr, Kampfflugzeuge usw. - nur mal wahllos herausgegriffen, was mir heute unterkam. 
Wenn ich normale zusammengesetzte Substantive im Deutschen gebrauche, wie kann man da überhaupt auf die Idee kommen, diese Wörter zu zerhacken und stattdessen "Flugplatz Bau" oder "Teilnehmer Gebühr" zu schreiben usw. Wenn man die beiden Wortbestandteile jetzt wenigstens durch einen Bindestrich verbinden würde, wäre zwar auch nicht korrekt, aber auch nicht dramatisch, und man würde dann wenigstens noch verstehen, was gemeint ist ...  Dabei erlaubt die Zusammenschreibung so eine klare und eindeutige Bezeichnung, es ist so logisch - eine der einfachsten Regelungen, die es in der deutschen Sprache gibt ...
Schon klar, dass da sprachliche bzw. morphologische Interferenzen aus dem Englischen eine Rolle spielen, aber darum geht's mir gar nicht.
Der entscheidende Punkt ist, wie ich finde: Normalerweise will man doch so gut wie möglich verstanden werden, aber wenn man bewusst (Legasthenie mal außer Acht gelassen) so behindert schreibt, drückt man damit aus, dass es einem egal ist, ob und wie man verstanden wird, also dass man Missverständnisse in Kauf nimmt. Dazu kommt, dass manche Spinner dazu noch alle Wörter klein und ohne Komma schreiben, und der Text erst mal vom Empfänger entschlüsselt werden muss, was dem Leser gegenüber schon unhöflich und achtlos ist. Der Schreiber spart sich etwas Zeit - auf Kosten des Lesers.
Aber schon interessant, eigentlich auch ein Zeichen des Verfalls ("Prole Drift") auf kommunikativer Ebene ...
Man muss sich mal alte Briefe durchlesen, die etwa zur Zeit des 1. Weltkriegs geschrieben wurden, um zu begreifen, wie stark seitdem auch die Ausdrucks- und Formulierungsfähigkeiten geschrumpft sind.
Ist ja nun auch nicht so, dass man statt deutsch jetzt perfekt englisch schreiben könnte - weder noch. Egal. Fiel mir nur heute mal wieder auf.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Klingeling!

Die Mandy, die hat'n neues Handy
und sieht auch ganz gut aus,
das gefällt auch dem Hans,
der hat 'nen dicken Schwimmreifen
und geht kaum aus'm Haus
lässt sich nun nicht mehr blicken
und mag auch nicht mehr fernsehn
mit Mandy oder Muttern,
aus Frust da geht er futtern,
MacDonalds oder 'tucky Fried Chicken,
ist eh besser als sinnlos zu saufen.
Im Lande da herrscht Not am Mann,
doch jeder tut nur, was er kann
und übt sich noch in Toleranz,
auch wenn man zuckt im Totentanz.

Kino

Ich war im Oktober zum vorläufig letzten Mal im Kino, als der neue Blade Runner 2049 lief. War leider eine ziemliche Enttäuschung für mich, wenn man das Original, also den klassischen Blade Runner mag und den auch noch im Hinterkopf hat. Die Fortsetzung war leider das Geld nicht wert. War mir auch etwas peinlich, weil ich zuvor Leute, die gerade zu Besuch waren, noch zu dem Film überredet hatte. Einzig die 3D-Effekte waren mal ganz nett anzuschauen. Aber 3D allein macht keinen Klassefilm, wenn der Plot zum Gähnen ist. Mittlerweile ist Kino auch so teuer, dass man sich das auch nicht unbedingt antun muss, wenn man jetzt kein eingefleischter Fan von irgendwas oder irgendwem ist oder nicht gerade mal ein Date hat - klar, da ist Kino auch oft das geringere Übel. Die meisten Filme sind mittelmäßig, da kann man auch noch warten und sich die irgendwann auf DVD oder dann im Free TV anschauen. Zumal ich mittlerweile am liebsten Serien auf DVD oder Netflix schaue. Gute Serien bieten einfach auch mehr Möglichkeiten und Raum, um Handlungen und Charaktere glaubwürdig zu entwickeln. Davor war ich bestimmt eine halbe Ewigkeit nicht im Kino, denn an meinen vorletzten Kinobesuch kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Der muss schon Jahre zurückliegen, damals gab's noch keine (modernen) 3D-Filme. Ach so, ja, wir hatten damals mal geschenkte Gutscheine vom vorjährigen Weihnachten, und irgendwie wollten wir da vor Ablauf der Gültigkeitsdauer - die sollten natürlich nicht verfallen - noch irgendeinen Film sehen. Nur hatte ich da auch mehrmals Anlauf genommen, aber entweder lief nichts Vernünftiges, oder es war an der Kasse so voll, dass ich schon vorab keinen Bock mehr hatte, mich da hineinzudrängeln.
Ich kann mich aber auch nicht mehr dran erinnern, was ich damals gesehen hab ... Weiß auch gar nicht, wann ich mal im Kino war und danach so in Bezug auf Erlebniseffekt und Qualität des Films so uneingeschränkt zufrieden war, hmm, als Kind vielleicht .... das Gefühl für die Wertigkeit eines Kinobesuchs wollte sich aber bei mir eigentlich bei mir seit den 90ern nicht einstellen. Für "Blade Runner 2049" hab ich wohl so um die 20 Euro bezahlt, inklusive 3D-Brille, die ich wahrscheinlich nie wieder brauche - oder vergessen werde, wenn ich sie brauche. Für einen mittelmäßigen Film, unbequeme Sitze, Bahnhofsflair, labriges Popcorn usw. Nö, lohnt nicht. Ich vermute, dass die herkömmliche öffentliche Kinokultur langfristig wohl eh verschwinden wird. Anlagetipp: Kinoaktien würde ich shorten.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Bares für Rares

Zufällig reingeschaltet: Mit Abstand eine der schwächsten Sendungen des ZDF ist „Bares für Rares“. Das gespielte Gefeilsche der sich klischeehaft gerierenden Freaks hinterm Händlertisch gilt gar als erfolgreichste Sendung im ZDF-Nachmittagsprogramm, was allein schon viel aussagt über den kläglichen Rest des Sendematerials. Habe selten so viele selbstzufrieden brabbelnde und zankende Unsympathen in einer Sendung gesehen. Keine Typen, die man gern sieht. Ich mag das gar nicht so lange anschauen, dass ich es ordentlich rezensieren könnte ... Die Kunden, die da ihre Raritäten offerieren, sind aber auch nicht besser. Wenn man den Anspruch hatte, die unsympathischsten Reptilien vor und hinter einem Händlertisch zu versammeln, ist die Mission gelungen. Aber irgendwie finde ich diese ganzen moderierten Trödelsendungen nur noch langweilig und erbärmlich; das klassische Kummerfernsehen eben. Na zum Glück kann ich jetzt Netflix schauen.